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Dinacharya, die avurvedische Tagesroutine

Einfach jeden Tag Ayurveda leben

oder Dinacharya, die avurvedische Tagesroutine

Dinacharya ist die ayurvedische Tagesroutine (Dina – der Tag, Acharya – Meister), welche uns befähigt, den Zyklus der Doshas optimal für uns zu nutzen, um mit Vitalität und inspirierender Lebensfreude unseren Weg zu gehen.

Der Ayurveda hat viele Tipps und Ideen zur Erhaltung des Wohlbefindens, der Vorbeugung von Krankheiten und dem Ausgleich kleiner Störungen. Probieren Sie diese Stück für Stück in Ihren Tagesablauf zu integrieren. Machen Sie nicht zu viel auf einmal. Beginnen Sie mit ein oder zwei der neuen Ideen oder Regeln. Lassen Sie diese zur täglichen Gewohnheit werden und nehmen Sie dann wieder etwas dazu. Dies hilft uns um mehr Bewusstsein in den Alltag zu bringen.

 

Ideen für den Meistertag

(Dina – der Tag, Acharya – Meister)

 

  • Die Vata- und Morgen-Energie nutzen und vor 6.00 Uhr bzw. mit dem Sonnenaufgang aufstehen.
  • Den Morgen gleich mit einem positiven Gedanken beginnen.
  • Gleich nach dem Aufstehen ein Glas warmes Wasser trinken um die Darmtätigkeit anzuregen.
  • Auf die Toilette gehen — auch wenn noch kein Entleerungsdrang zu spüren ist, um Darm und Blase an diese Zeit zu gewöhnen.
  • Die Augen mit kaltem Wasser waschen.
  • Reinigung der Zunge mit einem Zungenschaber aus Silber, Kupfer oder Plastik.
  • Reinigung der Zähne mit Zahnpasta; Zahnseide ist auch empfehlenswert.
  • 2-bis 3- mal wöchentlich eine Mundspülung. Diese sollte 5-10 Minuten mit aufbereitetem Sesamöl durch das sogenannte „Ölziehen“ durchgeführt werden.
  • Haare, Gesicht und Körper mit aufbereitetem Sesamöl oder einem typgerechten ayurvedischen Öl massieren. Dies sollten Sie vor dem Duschen tun.
  • Täglich baden oder duschen. Am besten morgens, um die verschiedenartigen Energien, die sich im Schlaf angesammelt haben, zu neutralisieren.
  • Zur Nasenreinigung jeweils 2 Tropfen ayurvedisches Nasenöl oder gereiftes Sesamöl in die Nasenlöcher geben.
  • Zur Ohrenpflege alle 14 Tage jeweils 2 Tropfen aufbereitetes Sesamöl in die Ohren geben.
  • Asanas, Pranayama, Sonnengruss oder Meditation machen. Auch wenn es nur ein paar Minuten sind.
  • Morgens vor dem Frühstück zur Reinigung und Klärung des Körpers ein Glas abgekochtes Wasser mit Zitronensaft  und etwas Honig trinken. Das Wasser vorher etwas abkühlen lassen, da Honig nicht über 40 Grad C erhitzt werden sollte.
  • Je nach Typ, Alter und Jahreszeit können Pitta Typen viel, Vata Typen leicht und warm und Kapha Typen möglichst wenig und leicht frühstücken.
  • Am Vormittag sind Körper und Geist leistungsfähig – die beste Zeit für schwierige und anstrengende Arbeiten.
  • Zwischen 12.00 und 13.00 Uhr, wenn die Sonne am höchsten steht, brennt das Verdauungsfeuer am besten. Die ideale Zeit für das Mittagessen, die die größte Mahlzeit des Tages sein sollte.
  • Tagsüber sollten Sie nicht schlafen, auch kein Mittagsschläfchen. Besonders wenn Sie ein Kapha Konstitution haben. Etwas ausruhen ist aber in Ordnung. Als Ausnahme gelten: Krankheit und Phasen der Rekonvaleszenz.
  • Nach Möglichkeit bis spätestens 19 Uhr ein leichtes Abendessen einnehmen. Nach Sonnenuntergang nicht mehr essen, besonders nichts Süßes.

 

Abendroutine

  • Spaziergänge, Übungen oder Spiel im Freien, gemeinsame Aktivitäten mit der Familie helfen die Sinnesorgane und den Geist aufzufrischen.
  • Vor dem Zubettgehen nicht Fernsehen, keine anregende Lektüre lesen, stattdessen Yoga-Übungen ausführen, meditieren und/ oder eine beschauliche Phase einlegen:
    den Tag Revue passieren lassen, sich bewusst machen, was er Schönes gebracht hat, eventuell ein Dankesgebet sprechen und um eine erholsame Nacht bitten.
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